Kindersitz-Snapit-Adapter eingestellt

Nach fast 4 Jahren Entwicklungszeit ist unser Racktime-Kindersitzadapter nun endlich fertig.

Die lange Zeit war nötig, um den Adapter an verschiedene Kindersitze anzupassen, und um die nötigen Testläufe durchzuführen. Nun, kurz bevor wir den Adapter ausliefern könnten, müssen wir entscheiden die Produktion und Lieferung des Adapters einzustellen!

Die Gründe dafür sind folgende:
 
1. Aufgrund der Rechtslage in Europa, nach der nicht in allen europäischen Ländern die Befestigung von Kindersitzen auf dem Fahrradgepäckträger erlaubt ist, ergibt sich daraus in den Ländern, wo dies verboten ist, eine vollumfängliche Haftung für Schäden an Leib und Leben.
 
Ganz speziell in Österreich gilt diese Rechtsprechung, eines der Länder mit einem wachsenden Umsatz mit Fahrrädern und Fahrradteilen. Dabei ist nicht relevant, ob das Fahrrad, welches mit einem für Kindersitzbefestigung geeigneten Gepäckträger ausgerüstet ist, direkt oder indirekt nach Österreich gelangt.
 
Der Fahrradhersteller und der Hersteller des Gepäckträgers / Adapters, haften für sämtliche Schäden, die durch die Verwendung eines Kindersitzes entstehen.

Zur Rechtslage in Österreich.

2. Offenbar aufgrund der schwierigen Gefahrenübergänge zwischen Kindersitz und Kindersitzadapter, kooperiert nur ein Kindersitzhersteller aktiv mit uns. Alle anderen Hersteller möchten zwar racktime-Kompatibilität für ihre Produkte, verweigern aber jede aktive Rolle bei der Anpassung.

3. Unsere Fahrräder herstellenden Kunden fordern immer reduziertere, minimalisierte Lösungen zur Befestigung des Gepäckträgers am Fahrrad. Wir selbst haben diesen Trend durch unsere innovativen und bewährten Integrationslösungen IMM (unter-Schutzblechbefestigung) und RTA (Ausfallenden Integration) angestoßen und marktfähig gemacht.

Ganz speziell die Befestigung unterhalb- oder mittels dem Schutzblech setzt Grenzen der Belastbarkeit für den Hinterradgepäckträger. 25 kg Gepäck sind unterhalb der Belastungsgrenzen, ein Kindersitz mit Kind grundsätzlich auch. Sobald aber eine volle Einkaufstasche zusätzlich am Sitz befestigt wird, was leider sehr häufig praktiziert wird, ergibt sich ein kritischer, kaum berechenbarer Lastfall.

 
Wir haben die Risiken juristisch prüfen lassen, mit dem Ergebnis, dass sowohl wir wie auch unsere Fahrräder herstellenden Kunden mit der Einführung Kindersitztragender Gepäckträger sehr große Produkthaftungsrisiken tragen.
 
Wir sind sehr hoch gegen Produkthaftungsschäden versichert, aber eine solche Versicherung zahlt nicht, wenn es gesetzliche Verbote für eine Produktverwendung gibt.
 
Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, dass wir uns gegen die Markteinführung unseres Kindersitzadapters entscheiden müssen. Es ist unsere feste Überzeugung, dass wir im Sinne der Sicherheit, und somit der entsprechenden Verantwortung der Branche handeln.